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Graduate Exchange Programs

The department currently maintains an exchange program with the University of Münster. Normally one or two students may spend a year in Münster, and the same number of students from Münster come to our program. UW Students in Münster hold the equivalent of a teaching assistantship here to teach English in the Language Center at the University.

Students must have completed the MA to be eligible. Application is made to department Chair late in fall quarter.

With the prior approval of the Chair or Graduate Coordinator 27 credits can be transferred from Münster in accordance with the following formula:

  1. 7 credits for each seminar at the level of Hauptseminar or higher in which a Schein indicating satisfactory work is earned.
  2. If appropriate seminars are not available, up to 14 credits (7 credits per course for which a paper is written) may be earned by taking lecture courses for which a seminar-type paper based on the material of the courses is submitted to this department upon return.
  3. Up to 6 credits may be earned as research credit in a project approved by the Chair or Graduate Coordinator in writing.

AUSTAUSCHPROGRAMM mit der Uni Münster – ein kurzes  Resümee

Münster, im Juli 2020

Nach meiner Habilitation und unmittelbar anschließenden Professur im Jahr 1975 im Bereich „Deutsche Sprache“ hatte ich eine „Arbeitsstelle für Fortbildung von Deutschlehrern im Ausland“ im Fachbereich Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) gegründet. Die Notwendigkeit der Ausweitung der Fachsprachen-Vermittlung zunächst in den Bereichen Jura, Wirtschaftswissenschaften und Medizin wurde angesichts der internationalen Ausrichtung dieser Disziplinen vom Rektorat der WWU sehr schnell erkannt. So wurden meine Bemühungen administrativ und personell intensiv unterstützt. Mit einem Team aus hochbegabten studentischen Hilfskräften gelang es schließlich, entsprechende Lehr-Programme zu erarbeiten, primär in den Fachsprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch.

Auf der Suche von geeigneten Lehrkräften kam ich u.a. auf die Idee, ein Austauschprogramm mit meiner Alma Mater, dem Dept. of Germanics an der University of Washington, vorzuschlagen. Mit dem Rückenwind der WWU bin ich nach Seattle gereist, um mit dem damaligen Chair darüber zu verhandeln. Die Idee fand großes Interesse, aber es türmten sich naturgemäß scheinbar unüberwindliche Hindernisse auf (wie z.B.  Bestreiten der Lebenskosten, Fragen der Unterbringung, Fragen der Anerkennung im Rahmen des Curriculums, spezifische Aufgabenfelder usw.). Schließlich  hat der zuständige Dean die Wege zu einem Kompromiss geebnet, so dass wir einen ersten Versuch gewagt haben, der erfreulich gut verlaufen ist, so dass wir jedes Studienjahr ein bis zwei Studierende entsenden bzw. aufnehmen konnten. Die Rekrutierung war nicht immer leicht, da bestimmte Eignungsbedingungen erfüllt sein mussten, wie sich denken lässt.

Die deutschen Austauschstudenten wurden im Dept. of Germanics als „Teaching Assistants“ eingesetzt, während die amerikanischen Austauschstudenten als Lehrkräfte für Englisch als Fachsprache in einer der genannten Disziplinen (also Jura, Wirtschaftswissenschaften, Medizin) optimale Verwendung fanden, was teilweise eine erhebliche Fachkompetenz voraussetzte. Es ist erstaunlich, wie sich die Austauschstudenten aus Seattle  in kürzester Zeit fachkundig gemacht haben. Nach mehrjährigem Probelauf erwies sich das Experiment als erfolgreich.

In der Zwischenzeit hat mich der Senat der WWU aufgefordert, Pläne für ein  „Zentrum für Sprachforschung und Sprachlehre“  (kurz „Sprachenzentrum“) vorzulegen, die ich in Zusammenarbeit mit Kollegen aus verschiedenen Fachrichtungen erarbeitet habe. Offenbar waren die Entwürfe so überzeugend, dass uns das Rektorat Räumlichkeiten im Stadtzentrum zugewiesen und Personalkosten für studentische Hilfskräfte verfügbar gemacht hat. Die Austauschstudenten aus Seattle haben ihr Bestes gegeben und wurden zu Germanistik-Seminaren zugelassen, was nach meiner Kenntnis an der U of W angerechnet wurde. Im September 1997 bat mich der damalige Rektor, ihn auf einen Besuch an die University of Washington zu begleiten, um das bestehende Austauschprogramm zu vertiefen und auf Rektoratsebene fest zu etablieren. Es wurde auch ein Austauschprogramm auf Fakultätsebene diskutiert, doch durch die an der U of W bestehende Trimester-Regelung, aber auch aus familiären Gründen, erwies sich dies als nicht praktikabel. Immerhin hat unser Rektor meinen Vorschlag, an der Uni Münster ein Sommer-Fortbildungsseminar für ca. 25 Deutschlehrer aus ganz USA durchzuführen in jeder Hinsicht unterstützt. So hatte der Rektor-Besuch in Seattle noch einen einschlägigen Nebeneffekt. Nach Eintritt in den Ruhestand Ende 2000 übergab ich die Staffel an eine Kollegin in der Germanistik, die das Programm fortzuführen gedachte. Wie ich von Frau Wilke aktuell erfahren habe, läuft das studentische Austauschprogramm mit der U of W noch immer reibungslos, sogar hin und wieder mit einem Promotionsabschluss, worauf wir alle besonders stolz sein können. Es bleibt daher zu wünschen, dass die Corona-Pandemie dieser Erfolgsstory kein Ende setzt.

Wolf Gewehr, Ph.D.                                                                                                                      

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